Expertenstandards in der Pflege
Qualität in der Pflege ist kein Zufall – sie folgt klaren, wissenschaftlich fundierten Leitlinien. Die Expertenstandards in der Pflege des DNQP (Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege) definieren verbindliche Qualitätsniveaus für die pflegerische Versorgung: evidenzbasiert, praxisnah und bundesweit anerkannt.
Ob Dekubitusprophylaxe, Sturzprophylaxe oder Wundversorgung – die 11 nationalen Expertenstandards geben Pflegekräften und Einrichtungen einen verlässlichen Rahmen, um Risiken frühzeitig zu minimieren und die Lebensqualität von Pflegebedürftigen gezielt zu fördern.
KPM Personal bietet Ihnen praxisnahe Weiterbildungen zu den zentralen Expertenstandards – flexibel online, anerkannt und berufsbegleitend.
Die Weiterbildung im Überblick:
| Standards | 11 nationale Expertenstandards nach DNQP |
|---|---|
| Zielgruppe | Pflegefachkräfte & Pflegeeinrichtungen |
| Format | Online-Selbstlernkurse |
| Abschluss | Zertifikat |
| Grundlage | DNQP – Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege |
| Preis | 1010,00 € |
* Die Expertenstandards können auch auf Anfrage einzeln gebucht werden. Kontaktieren Sie uns!
Was sind Expertenstandards in der Pflege?
Die nationalen DNQP-Expertenstandards in der Pflege sind wissenschaftlich entwickelte und konsentierte Leitlinien, die das DNQP seit den 1990er-Jahren herausgibt. Sie legen fest, welche Maßnahmen Pflegekräfte in bestimmten Versorgungssituationen einleiten müssen, um eine sichere und qualitativ hochwertige Pflege zu gewährleisten.
Für Pflegeeinrichtungen sind die Standards nicht nur eine fachliche Orientierung – sie sind in der Regel auch Grundlage für Qualitätsprüfungen durch den Medizinischen Dienst (MD). Gut geschultes Pflegepersonal, das die Standards sicher anwenden kann, schützt Bewohner und reduziert Haftungsrisiken für Einrichtungen.
Die DNQP-Expertenstandards in der Pflege im Überblick
Dekubitusprophylaxe in der Pflege
Ziel: Die Entstehung von Druckgeschwüren (Dekubitus) bei gefährdeten Personen sicher verhindern.
Kernaufgaben:
- Kontinuierliche Risikoeinschätzung der Haut
- Druckentlastung durch moderne Umlagerungstechniken
- Einsatz druckreduzierender Hilfsmittel
Entlassungsmanagement in der Pflege
Ziel: Einen nahtlosen Übergang von der stationären Klinikversorgung in die ambulante oder stationäre Pflege sicherstellen.
Kernaufgaben:
- Frühzeitige Erfassung des Unterstützungsbedarfs
- Enge Absprache mit Angehörigen
- Lückenlose Koordination aller Folgemaßnahmen
Schmerzmanagement in der Pflege (akut & chronisch)
Ziel: Schmerzen frühzeitig erkennen, gezielt lindern oder vollständig beseitigen.
Kernaufgaben:
- Systematisches Schmerz-Assessment (auch bei Menschen mit Demenz)
- Enge Zusammenarbeit mit Ärzten
- Kombination aus Medikamenten und pflegerischen Alternativmethoden
Sturzprophylaxe in der Pflege
Ziel: Stürze und sturzbedingte Verletzungen durch vorbeugende Maßnahmen effektiv reduzieren.
Kernaufgaben:
- Ermittlung individueller Sturzrisiken
- Beseitigung von Stolperfallen im Wohnumfeld
- Gezielte Bewegungs- und Balancetrainings
Förderung der Harnkontinenz in der Pflege
Ziel: Die Kontinenz von Pflegebedürftigen bewahren, fördern oder eingetretene Inkontinenzprobleme lindern.
Kernaufgaben:
- Gezieltes Toiletten- und Beckenbodentraining
- Diskrete Beratung der Betroffenen
- Auswahl passgenauer, hautschonender Hilfsmittel
Pflege von Menschen mit chronischen Wunden
Ziel: Wundheilung fördern und die Lebensqualität der Betroffenen steigern.
Kernaufgaben:
- Fachgerechte Wundversorgung nach aktuellem Standard
- Kausaltherapie zur Behandlung der Wundursache
- Präzise Wunddokumentation
Ernährungsmanagement in der Pflege
Ziel: Mangelernährung und Dehydratation bei Pflegebedürftigen verhindern.
Kernaufgaben:
- Screening auf Mangelernährungsrisiken
- Anpassung der Kostformen an individuelle Bedürfnisse
- Förderung einer angenehmen Essumgebung
Förderung der Mobilität in der Pflege
Ziel: Körperliche Beweglichkeit erhalten und reaktivieren.
Kernaufgaben:
- Motivierende Mobilisation im Pflegealltag
- Einbeziehung der Pflegebedürftigen in Alltagshandlungen
- Gezielter Einsatz von Hilfsmitteln
Beziehungsgestaltung bei Menschen mit Demenz
Ziel: Sicherheit und soziale Teilhabe für Menschen mit Demenz fördern.
Kernaufgaben:
- Biografiearbeit als Grundlage der Beziehungsgestaltung
- Validierende Kommunikation
- Aktiver Einbezug von Angehörigen
Förderung der Mundgesundheit in der Pflege
Ziel: Mundhöhlenerkrankungen und deren Folgen für die Allgemeingesundheit vermeiden.
Kernaufgaben:
- Systematische Inspektion der Mundhöhle
- Unterstützung bei der täglichen Mundhygiene
Erhalt und Förderung der Hautintegrität
Ziel: Die Haut schützen und Hautschäden gezielt verhindern.
Kernaufgaben:
- Regelmäßiges Haut-Screening
- Nutzung pflegender und hautschonender Produkte
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